Thank you Edinburgh!

Nun ist er fast zu Ende, mein Aufenthalt bei den Schotten... Morgen findet noch der Rest meiner Prüfungen statt und übermorgen fliege ich bereits wieder in die gute alte Schweiz, heim zu meinen Lieben und endlich wieder in mein eigenes Bett und unter eine anständige Dusche.

Zeit für einen Rückblick à la Christine. Denn die Schotten fahren nicht nur chronisch auf der falschen Strassenseite, sie können auch sonst Komisches, Lustiges und Erstaunliches:

  • Schottische Sommer sind kurz. Der Einfachheit halber werden daher Ballerinas auch im Winter getragen. Ohne Socken versteht sich, denn diese Kombination ist ja nicht sonderlich chic...
  • Schottische Sommer sind kurz. Um die Schotten glücklicher zu machen, blühen Blumen daher auch im Dezember und es wachsen noch immer Äpfel an den Bäumen.
  • Schottische Sommer sind kurz. Damit die Schotten dennoch etwas länger davon profitieren können, fliegen die Mücken auch im Dezember noch schwarmweise herum.
  • Schottische Sommer sind kurz und die Zeit reicht oft nicht aus, um eine anständige Bräune ins Gesicht zu bekommen. Viele junge Schottinnen nehmen dies zum Anlass, sich übermässig stark zu schminken und sehen damit nicht nur aus wie Clowns sondern stellen auch noch sicher, dass garantiert nie ein Sonnenstrah ihre Haut erreicht.
  • Petrus scheint es mit den Schotten gut zu meinen. Von bisher neun Sonntagen schien die Sonne an ganzen acht und tauchte die Landschaft in eine atemberaubende Kombination von himmelblau und saftigstem grasgrün.
  • Herbstlaub wird hier nicht von den Gehsteigen gefegt, sondern bleibt einfach liegen. Dies hat mich natürlich gefreut, denn ich konnte jeden Tag herrlich in die Schule und zurück "chräschle".
  • Linksverkehr gilt hier auch für Fussgänger. So gibt es beispielsweise im Bahnhof auf allen Wegen eine Absperrung entlang er Mitte mit dem Hinweis: "Please keep left!"
  • Das Lieblingsessen der Schotten sind definitiv Kartoffeln. Es gibt sie jeden Tag in rauhen Mengen und allen erdenklichen Kombinationen und ich.kann.sie.nicht.mehr.sehen...
  • Ebenfalls nicht ganz verstehen kann ich die Vorliebe der Briten für Essig. Er wird nicht nur benutzt, um eigentlich feine Chips zu ruinieren, sonder auch in (zu) grossen Mengen mit allem möglichen vermischt.
  • Schotten sind sehr freundlich, aber auch oft sehr umständlich. Nun bin ich ja selber nicht gerade die geradlinigste Person, aber ich weiss nun, dass es schlimmer sein könnte. Als Beispiel sei hier Dorians und mein Einzug in ein Hotel erwähnt, in welchem wir nicht vorher gebucht hatten. Um den gleichen Preis wie im Internet zu erhalten, mussten wir von der Hotelreception in die Zentrale anrufen und "vorbuchen". Der Receptionist hatte keine Erlaubnis, uns lediglich den günstigeren Preis zu verrechnen, war jedoch sehr hilfsbereit und freundlich und liess uns sogar das Hoteltelefon benutzen.
  • Schotten lächeln! Sie lächeln im Bus, während dem Laufen, dem Autofahren, in einem Laden oder Restaurant - eigentlich immer!

Ja, ich werde dieses Land vermissen! Aber ist ja nicht sooo weit weg... Jetzt erst einmal: bis bald daheim Ihr Lieben!

4.12.13 17:21, kommentieren

Everything is going to be alright...

...steht in blauer Leuchtschrift an der Fassade der Gallery of Modern Arts. Ich glaube das jetzt mal...

Sprachschulen sind eine schnellebige Welt. Jede Woche muss man sich von liebgewonnenen Menschen verabschieden, jede Woche kommen neue Gesichter dazu. Auf Dauer ware mir dieser Zustand zu anstrengend. Für acht Wochen ist es aber "just fine" und auf jeden Fall wieder einmal ein Erlebnis, welches den Horizont erweitert. Nirgendwo sonst habe ich bisher in so kurzer Zeit soviel über Kulturen aus der ganzen Welt gelernt.

Heute war mein letzter Schultag und nun war es an mir, mich zu verabschieden. Es ist lustig: einerseits denke ich "Was, schon?" Wenn ich andererseits zurückdenke an all die Dinge, die ich hier erlebt habe, habe ich das Gefühl ich sei schon seit Jahren hier... 

Die letzten zwei Wochen waren dennoch von meinem ganz eigenen Alltag geprägt. Nach Dorians Abreise bin ich nocheinmal in die Englische Sprache eingetaucht, habe mich mit den immernoch verhassten Präpositionen und "Phrasal Verbs" herumgeschlagen und sollte nun - laut der Schule - bereit für die Prüfungen sein.  

Zu Toshiakis Abschied vor einer Woche haben wir einen Gastfamilienausflug in ein Pub unternommen. Mario hat uns ein ganz typisch schottisches Pub gezeigt und ich wurde einmal mehr Zeugin von schrägen Japanischen Trinkgewohnheiten...

Seit Sonntag haben wir einen neuen Mitbewohner - Roland aus Kolumbien. Er ist Englischlehrer und nimmt hier an einem speziellen Lehrerprogramm teil. Er ist zudem etwas schräg, aber ganz freundlich.

Die Prüfungen finden übrigens nächste Woche Dienstag und Donnerstag statt - Daumen dürfen gedrückt werden!

1 Kommentar 29.11.13 21:59, kommentieren

Endlich, endlich...

Letzten Donnerstag war es soweit: Dorian hat sich in einen Flieger nach Edinburgh gesetzt und nach der Schule um halb fünf hatte ich ihn endlich wieder!

Wir haben ein wunderbares Wochenende zusammen verbracht und es hat gut getan, meine Eindrücke und Erlebnisse mit jemand vertrautem teilen zu können und eine Pause vom Englischunterricht machen zu können.

Am Freitag war sein Geburtstag. Eigentlich wollten wir bei Jamie Oliver essen, aber meine Gastmutter Nadia meinte, dies sei eine reine Geldverschwendung und empfahl uns stattdessen das "Howie's". Dies war super: toller Raum, toller Service, tolles Essen - genau so, wie es sein soll!

Nach einem anschliessenden Besuch im Ghillie Dhu liefen wir durch das nächtliche Edinburgh zu unserer Unterkunft. Wir hatten ein Zimmer via AirBNB gebucht. Dieses liess leider etwas zu wünschen übrig: es ist wohl Geschmackssache, wie man eine Wohnung einrichtet - oder eben nicht. Zumindest waren unser Zimmer und das Bad sauber und funktionstüchtig. Jedoch war die Küche dreckig und unbrauchbar und das Bett dermassen unbequem, dass sich mein Rücken bald lautstark meldete...

Wir entschieden uns daher am Samstag, für die beiden übrigen Nächte in ein Hotel zu wechseln. Dieses ist superzentral gelegen, war sauber, hatte ein sehr bequemes Bett und war für uns wie der Himmel auf Erden!

Am Samstag besuchten wir ebenfalls den Edinburgh Zoo. Die dortige Hauptattraktion sind Pandabären. Diese sind allerdings dermassen beliebt, dass der Zoo die Besucherzahlen beschränkt hat und die Besuchszeiten bei unserer Ankunft bereits ausgebucht waren.

Wir begnügten uns mit einer Reihe lustiger Pinguine, Koalas (die sehen aus wie Yoda), Wildkatzen, Nashörnern, Affen, Vogel und anderem Getier und hatten am Schluss müde Füsse und waren - einmal mehr - ordentlich durchgelüftet.

Am Sonntag stand Rugby im Murrayfield Stadium auf dem Programm. Wir haben uns von der grossartigen Atmosphäre mitreissen lassen, versucht, die Nationalhymne mitzusingen, den Red Hot Chili Pipers (einer Dudelsack-Rockband aus Glasgow) zugehört, gejohlt und angefeuert wie alteingesessene Schotten und gefroren. Spätestens als im Publikum noch zwei Zuschauer anfingen Dudelsack zu spielen, war die Stimmung auf dem Höhepunkt angelangt.

Ach ja: Schottland spielte gegen Südafrika und hat "gottsjämmerlech uf ds Bätzi übercho". Am Schluss stand es 28 zu 0...

Gestern Morgen sehr früh machte sich mein Liebster dann wieder auf den Weg zum Flughafen und ist gegen Mittag gut zuhause angekommen. Und ich gebe nun wieder Gas für meine kommenden Prüfungen und freue mich insgeheim unheimlich auf den 6. Dezember...

19.11.13 21:38, kommentieren

Frische Luft a go go

Die Zeit fliegt! Schon wieder ist eine Woche vorbei, die Hälfte ist geschafft und vier weitere Wochen liegen noch vor mir...

Englisch wird immer anstrengender, denn auch hier liegt der Teufel im Detail und es sind die Details, um die ich mich kümmern muss. Gemäss einem Einstufungstest von letzter Woche bin ich aber auf dem Wege der Besserung und darf noch hoffen...

Meine Freizeit ist geprägt von frischer Luft und langen Spaziergängen. Das Wetter scheint es mit den Schotten gut zu meinen. So waren die letzten beiden Sonntage strahlend schön und sonnig!

Mit Sina (aus Zürich) habe ich mich letzten Sonntag für einen Spaziergang entlang dem Water of Leith getroffen. Dies ist eigentlich der Hauptfluss durch Edinburgh - für jemanden, der an der Aare zuhause ist, ist es jedoch eher ein Bächlein...

Der Weg führt meist unter Bäumen durch und die Sonne tat ihr Bestes, alles in ein wunderschönes Licht zu tauchen: farbige Blätter, grünes Gras, blaues Wasser und fröhliche Menschen - so soll es sein...

Leo war auch zufrieden. Es sei ein typischer Schweizerfehler, beim Sprechen die verschiedenen Zeiten falsch anzuwenden und er gab mir daher den Auftrag, ihm fehlerfrei von meinem Spaziergang zu erzählen. Dies habe ich auch geschafft und war ganz stolz. Denken vor reden hilft auch hier...

Heute war dann ein weiterer Sonntag aus dem Bilderbuch: strahlend blauer Himmel und kein Wölkchen weit und breit. Nur die Buschauffeure liessen sich davon nicht beeindrucken... Aber von vorne:

ich machte mich eigentlich rechtzeitig auf, um den Bus um 10 Uhr 24 zu erreichen. Der Weg war jedoch gefroren und etwas glatt, so dass ich nur vor mich hin schleichen konnte. Der Bus fuhr mir dann auch entsprechend vor der Nase weg.

Der nächste Bus kam zwanzig Minuten später und ich stieg ein, grüsste und... erhielt keine Antwort. Das ist für hiesige Verhältnisse schon sehr ungewöhnlich!

Mit dem Bus fuhr ich nach Cramond, dem kleinen Ort nordwestlich von Edinburgh, den ich bereits an meinem ersten Tag hier besucht hatte.

Ich lief erneut auf die Insel und stellte fest, dass ich bei meinem letzten Besuch nichteinmal die Hälfte davon gesehen hatte. So erkundete ich heute weitere Bunkerruinen aus dem zweiten Weltkrieg und fand in einem kleinen Wäldchen ein verfallenes Haus.

Am äussersten Ende der Insel traf ich einen sehr bärtigen älteren Herrn in einer Armeejacke, der mit einem Feldstecher unterwegs war. Er erzählte mir einige interessante und lustige Anekdoten aus der Schottischen Geschichte und packte sein ganzes Deutsch für mich aus (guten Morgen, guten Tag und guten Abend).

Sina sollte eigentlich gegen zwölf Uhr in Cramond eintreffen. Ihr Bus hielt jedoch gar nicht erst für sie an und so machte sie sich zu Fuss auf den knapp einstündigen Weg und war gegen ein Uhr endlich da.

Wir gönnten uns erstmal einen Tee und einen Scone (eigentlich ein generelles Wort für ein kleines Gebäckstück, hier jedoch typischerweise ein Brötchen mit Butter und Konfi) an der Sonne, bevor wir weiter in Richtung Queensferry wanderten.

Sina hat mich unterwegs mit einer weiteren Schottischen Geschichte versorgt:

so sollen die Deutschen im Zweiten Weltkrieg über den Firth of Forth geflogen sein, um die Brücken für einen Bombenanschlag auszumessen. Da aber aus der Luft kaum zu unterscheiden ist, was Spiegelbild und was wirklich Brücke ist, wurde das Spiegelbild der Brücke im Fluss vermessen und der Anschlag ging daneben. Ob wahr oder nicht - Schottland lacht noch heute darüber...

Queensferry ist ein weiterer kleiner Ort etwa 4 Meilen westlich von Cramond. Von hier aus führen die beiden grossen Brücken über den Firth of Forth (wer kann dies aussprechen, ohne dabei zu spucken?): die Forth Road Bridge (für Autos) sieht ein wenig aus wie die Golden Gate Bridge in San Francisco und die Forth Rail Bridge (für Züge) ist eine irre rötliche Metallkonstruktion. Beide Brücken sind riiiiiesig und sehr imposant!

Nachdem wir bereits fast fünf Stunden auf den Füssen waren, wollten wir mit dem Bus zurück nach Edinburgh fahren. Dieser kam auch knapp zwei Minuten später und wir freuten uns bereits über unser tollen Timing! Doch dann die Ernüchterung: der Bus gehört nicht zur gleichen Gesellschaft wie die Stadtbusse und akzeptierte mein Ticket nicht (ich habe ein Mehrfahrtenbüchlein für die Stadtbusse). Rückgeld gibt es in Bussen gründsätzlich keines, ich hatte gerade noch etwa 40 Pence in Münzen und zehn Pfund wollte ich dem Fahrer dann doch nicht schenken.

Wir stiegen also wieder aus dem Bus aus, setzten und in ein kleines Café, wärmten uns auf und wechselten Geld. Im nächsten Bus - etwa eine halbe Stunde später - stellte sich dann zudem heraus, dass das Ticket drei Pfund kostet - und nicht wie angenommen 1.5 Pfund. Die Münzen haben gerade so gereicht...

Nun bin ich wieder zuhause, habe einen vollen Bauch (Chicken as usual, Broccoli, Couscous, Fladenbrot und Salat) und bin müde... Die Sonne und die frische Luft haben unglaublich gut getan!

1 Kommentar 10.11.13 21:21, kommentieren

Fast Halbzeit...

Schon wieder ist eine Woche um und bald ist die Hälfte vorbei... Die Zeit fliegt!

Gestern Morgen ganz früh ist Yulia nach Moskau zurückgekehrt. Um sie gebührend zu verabschieden haben wir uns am Freitag zusammen auf ins Ghillie Dhu gemacht (dismal ohne Ceilidh, aber auch so ein Erlebnis!).

Caye hat uns nicht begleitet. Er hatte am Abend zuvor ausgiebig Halloween gefeiert und litt unter akutem Schlafmangel und hatte wohl auch einen etwas schweren Kopf...

Es war gemütlich und lustig. Jedoch habe ich einige Probleme, die Trinkgewohnheiten gewisser japanischer Mitmenschen zu verstehen... Auf jeden Fall hatte Toshiaki gestern den schweren Kopf in der Familie. Und hat sich noch gewundert wieso...

Auf jeden Fall scheint mein altes Zimmer auch bei Franzosen nicht sonderlich gut anzukommen und Adrien ist gestern in Yulias altes Zimmer gezogen. Ergo... habe ich wieder mein eigenes Badezimmer im Kellerreich!

Gestern Abend stand dann Bowling auf dem Plan. Wir waren ausschliesslich Schweizer und es war sehr lustig! Ich habe zum ersten Mal nicht verloren. Und wenn Roland nicht gewesen ware, hätte ich sogar zum ersten Mal gewonnen: ich war bis zur letzten Runde Erste. Und dann kam er und machte zwei Strikes... emotion

Heute geht's wieder auf einen Sonntagsspaziergang. Leo - mein Coach an der Schule - gab mir den Auftrag, dem Water of Leith (einem Fluss durch Edinburgh) entlang zu laufen und ihm dann fehlerfrei von meinem Spaziergang zu erzählen...

3.11.13 11:56, kommentieren

Tanz auf dem Vulkan

Viele der Hügel und Felsen in Edinburgh sind vulkanischen Ursprungs. So steht zum Beispiel das Edinburgh Castle auf einem ehemaligen Vulkan und auch der bereits öfters erwähnte Arthur's Seat war früher mal ein feuerspeiendes Ungehuer. Das letzte Mal ist allerdings bereits 350 Millionen Jahre her. Für einen neuen Ausbruch würde es ein so starkes Erdbeben benötigen, dass sich der Pfropfen im Kegel verschieben würde und sich neue Magma bilden könnte. Ich denke daher, dass ich mir keine allzugrossen Sorgen machen muss...

Heute - endlich endlich - habe ich mich etwas früher aus den Federn geschält, die Wanderschuhe geschnürt und mich mit Martina und Hedvig (aus Schweden) auf den Weg Richtung Arthur's Seat gemacht. Dies ist - laut Wikipedia - der 251 Meter hohe Hausberg von Edinburgh und liegt mitten in der Stadt.

Zu Fuss gelangt man vom Holyrood Palace in etwa einer halben Stunde zum Gipfel. Wir benötigten dafür allerding etwas länger: es lohnt sich, immer wieder stehen zu bleiben und zu schauen, wie sich die Umgebung verändert.

Es war schon unten recht windig. Oben angekommen hatten wir dann regelrecht das Gefühl nächstens abzuheben. Zum einen weil der Wind sein Bestes gab, zum anderen weil einen plötzlich ein unglaubliches Gefühl der Freiheit überkommt: in jede Himmelsrichtung hat man eine atemberaubende Aussicht und die viele frische Luft ist herrlich! So durchgelüftet habe ich mich schon laaange nicht mehr gefühlt...

Ich schwebe jetzt noch etwas vor mich hin und geniesse den Abend daheim. Auch hier wurden letzte Nacht die Uhren zurückgestellt und es ist jetzt schon fast dunkel. Allerdings hat ein hellerer Morgen ja auch etwas für sich...

1 Kommentar 27.10.13 17:46, kommentieren

Ceilidh at Ghillie Dhu

Ceilidh (ausgeprochen wie der alte Song von Marillion - hörst Du hier: http://www.youtube.com/watch?v=dphpDdfZUGw) ist in Schottland und Irland die gälische Bezeichnung für eine Veranstaltung, bei der traditionelle Musik gespielt und traditionelle Tänze getanzt werden.

Das Ghillie Dhu wiederum ist ein Pub. Ich hatte es schon einmal erwähnt: es ist jenes Pub, in dem Martina und ich uns nach dem Konzert von Jamie Cullum einen Whisky gegönnt haben.

Es befindet sich in einer ehemaligen Kirche. Edinburgh hat wohl etwas zuviele davon: ich habe schon eine Kirche gesehen, welche mittlerweile als Lampenladen genutzt wird und auch unsere Schule ist in einem ehemaligen Gotteshaus untergebracht.

Im Ghillie Dhu - welches zwischenzeitlich auch mal als Casino genutzt wurde - wurde ein Zwischenboden eingebaut. Im Ergeschoss befindet sich ein grosses Pub, im ersten Stock ein sogenannter Function Room - ein Raum, welcher für verschiedene Anlässe gemietet werden kann.

Gestern fand im oberen Geschoss (wo übrigens sogar noch die Pfeifen der Kirchenorgel erhalten sind) ein Ceilidh statt und die allwöchentliche Pubnight unserer Schule fand genau dort statt.

Der Ceilidh wird von einer Live-Band geleitet. Diese erklärt zuerst die Tanzschritte und lässt alle, die mitmachen wollen ein wenig üben. Dann spielt sie Musik und jeder versucht, das eben gehörte nachzutanzen. Da sich unter den Teilnehmern nur sehr wenige erfahrene Tänzer befinden, endet das Ganze meist in Chaos und Gelächter. Auf jeden Fall ist es eine sehr fröhliche Sache!

Heute war ich dementsprechend eher etwas erschlagen und habe mir einen faulen Tag gegönnt. Ich war nur kurz im Supermarkt, habe mich mit lauter feinen und ungesunden Sachen eingedeckt und liess es mir zuhause gut gehen. Das Wetter hat auch brav mitgemacht und es hat fleissig geregnet...

Morgen habe ich mich mit Martina und Arantxa (sie kommt aus Spanien und spielt kein Tennis) für einen Spaziergang verabredet. Es ist Martinas letzter Tag in Edinburgh - sie reist am Montag mit dem Zug Richtung Paris weiter. She will be missed!

26.10.13 23:46, kommentieren


Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung